Mascara – kann man das selbst herstellen?

Mascara selbst herstellen

Seine eigene Kosmetik herzustellen, liegt nicht an der Sparwut dieser Frauen, sondern oft es sind gerade Frauen, die auch mal nachdenken. Niemand weiß so genau, was er genau kauft, wenn er in der Kosmetikabteilung zum nächsten Mascara greift. Zwar soll drauf stehen, was in dem Produkt enthalten ist. Doch diese Angaben sind weder zuverlässig noch vertrauenswürdig oder verständlich, wenn man keinen Abschluss in Chemie hat. Und gerade in der Kosmetikindustrie werden gerne grenzwertige Substanzen wie Formaldehyd verwendet, das im Verdacht steht Krebs zu erregen. Daher gehen immer öfter Frauen dazu über ihre eigenen Kosmetika zu erstellen. Das ist nicht neu, denn früher musste jede Frau ihre Schönheitsmittelchen selbst anfertigen, die es eben nicht im Laden um die Ecke zu kaufen gab. Das funktioniert auch bei Mascara, ist allerdings mit etwas Aufwand verbunden. Aber diese natürliche Kosmetik bewährt sich meist gut im Alltag und jeder kann sicher sein, was genau drin steckt.

Woraus besteht Mascara?

Die normale Wimperntusche ist ein ölhaltiges Produkt, das möglichst dunkel eingefärbt ist, um optisch die Leuchtkraft der Augen zu verstärken. Meist enthält ein Mascara pflegende Öle und eine Masse, die es an den Wimpern haften lässt, damit sie länger, dichter und dunkler wirken. Auf der nachfolgende Zutatenliste stehen die wichtigen Inhaltsstoffe, die eine Frau für die Herstellung benötigt:

  • Rizinusöl
  • Lamécreme
  • E 420 Sorbit
  • K 400
  • Gummi Arabicum

Diese Zutaten sollten im Haus vorhanden sein, bevor der eigene Mascara hergestellt werden kann. Diese Zutaten lassen sich teilweise in der Apotheke, einem Naturkostladen oder auch im Internet finden. Sie werden jedoch auch bei der Herstellung anderen Kosmetika verwendet, weshalb sich ihre Anschaffung lohnen kann. Schließlich lassen sich zahlreiche Produkte mit recht einfachen Mitteln herstellen und sogar an Freunde oder Verwandte weiterreichen, wenn sie sich bewährt haben.

Zutatenliste für die Herstellung von Mascara

Es ist ganz sicher ein schönes Gefühl, sich selbst seine Kosmetika wie Mascara selbst herzustellen. So bekommt das Produkt auch die gewünschte Konsistenz und enthält oft die pflegenden Produkte der eigenen Wahl, wodurch der Mascara nicht nur die Augen hübsch macht, sondern länger für einen hübschen Anblick sorgt. Für die Herstellung sollten folgende Zutaten und Utensilien bereit gestellt werden:

  • 1,5 Messlöffel Rizinusöl
  • 2 Messlöffel gewöhnlicher Farbpigmente der eigenen Wahl
  • 1,5 Messlöffel E 420 Sorbit
  • 2 g Lamécreme
  • 1 Messlöffel Gummi Arabicum
  • 1 Tropfen K 400
  • 5 g destilliertes Wasser
  • Mörser oder Teelöffel zum Zerkleinern
  • Mascarafläschchen oder ähnlich
  • 1 Messlöffel
  • feuerfestes Glas oder Becherglas
  • dünner Pinsel
  • Glasfläschchen

Erklärung der Zutaten

Um die Zusammensetzung besser verstehen zu können, sollte jeder wissen, warum dieser Stoff verwendet wird. Rizinusöl ist ein pflanzlich basiertes Öl und wird aus dem Samen des afrikanischen Wunderbaums gewonnen. Es ist vor allem als starkes Abführmittel bekannt. Jedoch weist es auch einen hohen Gehalt an Nährstoffen auf und hat eine überaus dickflüssige, klebrige Konsistenz. Es macht die Wimper geschmeidig und weich.

Dagegen ist die Substanz E 420 Sorbit ein künstliches Produkt, denn es dient in der Lebensmittelindustrie als Zuckerersatzstoff. Es wird aber aufgrund seiner Eigenschaft auch gern in der Kosmetik verwendet. In dem Mascara soll es den Wimpern mehr Volumen verleihen und gleichzeitig möglichst lang an den Wimper kleben, wobei das Sorbit Feuchtigkeit aufnimmt und an die Wimper weitergibt. Eine ähnliche Wirkung soll auch das Gummi Arabicum haben. Auch dieser Stoff soll den Wimpern mehr Volumen verleihen und für einen besseren Halt der Farbpigmente sorgen. Nicht zu verwechseln mit den Wirkstoffen aus einem Wimpernserum.

Die Lamécreme ist ein hervorragender Emulgator, um die einzelnen Bestandteile im Mascara miteinander zu verbinden. Bei der Lamécreme handelt sich um einen natürlichen Emulgator, der aus Pflanzen gewonnen wird. Ohne die emulgierende Wirkung der Lamécreme kann keine Wimperntusche entstehen. Auch das verwendete K 400 wird nur eingesetzt, um die Volumenmasse der Wimpern zu verstärken. Gleichzeitig dient das K 400 auch als ein Konservierungsmittel, weshalb der Mascara länger haltbar bleibt. Zuletzt kommen noch die Farbpigmente dazu, die entweder aus organischen oder anorganischen Mitteln bestehen. Die jeweiligen Farbpigmente bestimmen die Farbe des Mascara, der nicht zwangsläufig schwarz sein muss.

Ablauf der Herstellung

Um den eigenen Mascara zu machen, sollten zunächst die Farbpigmente mit dem Rizinusöl im Mörser zusammen vermengt werden. Eventuell müssen die Farbpigmente dabei stark zerkleinert werden, um eine homogene Masse zu erzeugen. Sowohl das Rizinusöl wie auch die Lamécreme sollte entweder in der Mikrowelle oder sonst bei niedrigen Temperaturen auf Herd erwärmt. So entsteht eine glatte Paste, die bereits die passende Farbe haben sollte.

Gleichzeitig sollten das Sorbit wie auch das destillierte Wasser in einem feuerfesten Gefäß erhitzt werden, bis das Sorbitpulver komplett aufgelöst hat. In das Sorbitwasser kann das Gummi Arabicum gegeben werden, damit es bei circa 60 Grad etwas quellen zu lassen. Diese Gemisch kann dann mit den anderen Zutaten wie der Lamécreme aus dem Mörser vermengt werden. Sobald die Masse abgekühlt ist, sollte das K 400 darunter gemengt werden. Nun sollte die Masse gerührt werden. Wenn die fertige Mascara Masse noch einmal vorsichtig erwärmt wird, lässt sie sich besser in ein Gefäß für die spätere Anwendung umfüllen.