Feuchtigkeitscreme für die Haut – kann man das selbst herstellen?

Feuchtigkeitscreme selbst herstellen

Es ist nicht schwierig, sich seine eigene Feuchtigkeitscreme für die Haut herzustellen, denn eine Feuchtigkeitscreme besteht im Grunde nur aus einer einfachen Emulsion. So werden Flüssigkeiten genannt, in denen Wasser und Öle miteinander verbunden werden, was allerdings ohne den passenden Zusatzstoff nicht möglich ist. Normalerweise verbinden sich Wasser und Öl nicht miteinander, aber ein Emulgator und kräftiges Rühren kann dafür sorgen, dass winzige Fetttröpfen sich im Wasser so verteilen, dass sie kaum einzeln wahrgenommen werden. Ein typisches Beispiel für eine Emulsion ist Milch, die sowohl Wasser wie auch Fett enthält. Um eine Feuchtigkeitscreme herzustellen, braucht es also nur Flüssigkeit und Öl durch einen natürlichen Emulgator zu verbinden. Dazu kommen dann noch einige Zutaten, die das Produkt geschmeidiger und angenehmer machen.

Allerdings kann jeder eine solche Pflegecreme praktisch innerhalb weniger Minuten herstellen. Wichtig ist allerdings dabei penible Sauberkeit zu bewahren, den diesen selbst gemacht Cremes werden keine Konservierungsstoffe zugesetzt, die eine Ausbreitung von Bakterien oder Pilzen verhindern wie in der konventionellen Kosmetik. Kurz gesagt, sie kann also schneller verderben als die Gesichtscreme aus dem Drogeriemarkt um die Ecke. Dafür haben die selbst gemachten Pflegeprodukte aber den Vorzug, dass jeder genau weiß, was in ihnen enthalten ist. Schließlich ist in der konventionellen Kosmetik viel Chemie vorhanden, die auch nicht von allen Körpern gleich gut vertragen wird.

Vorteile und Nachteile von selbst gemachter Feuchtigkeitscreme

Es ist für viele Menschen mehr nur als ein kurzlebiger Trend, seine eigene Kosmetika herzustellen. Viele Menschen sind durch die Skandale in der Kosmetikindustrie in der Vergangenheit dazu übergegangen, ihre eigene Kosmetik zu machen, um sicher sein zu können, was sie dort auf ihre Haut schmieren. Zwar mögen die fertigen Produkte aus dem Kaufhaus verführerisch duften und in der Anwendung sehr bequem sein. Doch viele dieser Produkte werben mit exotischen Inhaltsstoffen, die um die halbe Welt reisen mussten, in irgendwelchen Cremes oder aufwendigen Parfums zu landen. Das Auffinden von exotischen Inhaltsstoffen, um die Kunden zu einem neuen Kauf zu bewegen, hat nichts mit der Nachhaltigkeit zu tun.

Dabei legen immer mehr Menschen auch wert auf die Nachhaltigkeit der von ihnen gekauften Produkte und bevorzugen die Produkte aus der Umgebung, um lange Transportwege zu vermeiden. Auch das lässt sich besser kontrollieren, wenn die Hautcreme selbst gemacht wird. Zudem wollen viele Menschen auch wissen, was genau in den Cremes enthalten ist, die sie auf ihre Haut auftragen. Einige Hauttypen sind empfindlicher als andere und müssen darum genau auf die Zusammensetzung von Hautpflegeprodukten achten. Gerade für solche Fälle ist es gut, ein selbst gemachtes Produkt zu verwenden, um so Reizungen durch Duftstoffe oder andere Fruchtsäuren zu vermeiden.

Anleitung für eine Feuchtigkeitscreme

Es braucht einige Zutaten, um eine Feuchtigkeitscreme in Eigenproduktion herzustellen. Allerdings sind die Kosten relativ gering und die meisten Zutaten lassen sich entweder in der Apotheke oder Internet problemlos besorgen. Die Zutaten für diese Feuchtigkeitscreme für einen normalen Hauttyp sind:

  • 20 Gramm Mandelöl ( es geht aber auch Traubenkernöl, Avocadoöl oder Arganöl)
  • 30 ml Orangenblütenwasser
  • etwas Lamécreme
  • 10 Tropfen Aloe Vera Extrakt ( beruhigt die Haut)
  • 10 Tropfen Gurkenextrakt ( spendet Feuchtigkeit)
  • Phanetenol ( schützt die Haut vor Umwelteinflüssen)
  • Duftöl nach Wunsch
  • Glas oder Tiegel zur Befüllung

Zunächst sollten die Lamécreme und das Mandelöl in einer hitzebeständigen Schüssel in einem Wasserbad geschmolzen werden. Allerdings darf das Öl nicht zu heiß werden und sollte auf Körpertemperatur heruntergekühlt werden. Wichtig ist, dass das Öl und das Orangenblütenwasser die gleiche Temperatur haben, damit sie sich gut verbinden. Dafür muss es langsam dem Öl zugesetzt werden werden, worauf ein Mixer zum Einsatz kommt. Das Aufschlagen ist wichtig, um die Emulsion zu erzeugen. Sobald sich eine Creme abzeichnet, können auch die restlichen Zutaten untergemischt werden. Zuletzt sollte immer das Duftöl zugegeben werden. Die gewonnene Masse sollte in einen ausgekochten Tiegel gegeben werden. Je größer die Sauberkeit bei der Herstellung ist, desto länger ist die Haltbarkeit der Feuchtigkeitscreme. Wer unbedingt einen Konservierungsstoff hinzugeben möchte, um ganz sicher zu gehen, sollte sich für die Zugabe von 4 Tropfen Paraben K entscheiden. Wer jedoch eher unreine Haut hat kann diese Feuchtigkeitscreme etwas abändern und das Mandelöl durch Sonnenblumenöl ersetzen und zusätzlich noch 5 Tropfen eines Teebaumöls hinzufügen.

Selbst gemachte Feuchtigkeitscreme aufbewahren

Da die selbst gemachten Pflegeprodukte weitaus weniger Chemie enthalten, sind sie natürlich auch anfälliger für Bakterienbefall oder Pilzsporen. Aber wer bei der Herstellung bereits stark auf die Sauberkeit achtet, ist eigentlich auf der sicheren Seite. Trotzdem sollte die Haltbarkeit öfter mal überprüft werden. Es ist aber auch möglich, gleich nach der Herstellung die Masse in kleinere Mengen zu portionieren und dann einzufrieren. So hält sich die Creme problemlos über Monate und kann gleich bei Bedarf aufgetaut werden. Eine andere Methode ist, nicht so große Mengen verbrauchen zu müssen, einfach einen Teil der Feuchtigkeitscreme an eine Freundin verschenken und sie damit glücklich machen.

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